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Wie sollte man in Gold investieren? | Der umsichtige Goldanleger

Lesezeit: 5 Minuten. Lesenswert für alle, die über eine langfristige Anlage nachdenken! In 15 Jahren sind wir über Conclude und Goldtresor mit fast zehntausend Goldanleger-Kunden in Kontakt gekommen. Auf Basis dieser Erfahrungen haben wir drei vollkommen subjektive Kategorien von Goldanleger-Einstellungen aufgestellt.

GT

Goldtresor Team

· 3 Min. Lesezeit

Wie sollte man in Gold investieren? | Der umsichtige Goldanleger

Lesezeit: 5 Minuten. Lesenswert für alle, die über eine langfristige Anlage nachdenken!

In 15 Jahren sind wir über Conclude und Goldtresor mit fast zehntausend Goldanleger-Kunden in Kontakt gekommen. Auf Basis dieser Erfahrungen haben wir drei vollkommen subjektive Kategorien von Goldanleger-Einstellungen aufgestellt.

Ich schreibe ausschließlich über physische Goldanlage, nicht über börsengehandeltes Gold. Eine nicht-physische Goldanlage ist keine echte Goldanlage, sondern eher Spekulation.

Hier sind also die drei Einstellungskategorien physischer Goldanleger:

  1. Paniккäufer
  1. Trader
  1. Umsichtiger Goldanleger

Der Panikkkäufer spricht für sich: Ein Ereignis droht mit totalem Zusammenbruch, und in diesem Moment wird physisches Gold gekauft — typischerweise zu einem sehr hohen Preis, der gleichzeitig den Zyklushöchststand markiert. Dafür muss man sich nicht schämen; ich selbst habe 2008 so mit der physischen Goldanlage begonnen.

Der Trader versucht, die Börsenzyklen des Goldpreises zu berechnen, und ist bestrebt, innerhalb eines kurzen Zeitrahmens (mit einem Zeithorizont von 1–2 Jahren) günstig zu kaufen und teuer zu verkaufen. Manchmal gelingt das, manchmal nicht. Die typischen Fehler des Traders sind folgende:

Der „zu spät gekommene Trader": Manche halten sich für klüger als den Markt und verpassen — in der Hoffnung auf einige Zehntelprozent mehr Gewinn auf dem Weg nach unten — den Einstieg. Und der Markt kehrt nie mehr auf dieses Niveau zurück (ich habe das viele Male erlebt, auch bei größeren Kunden, die ansonsten erfolgreiche Unternehmer sind). Aus einem Teil dieser zu spät gekommenen Trader wird dann ein „aussteigender" Trader. Der Anleger überschreibt nicht sein eigenes Urteil, sondern ist vom „Goldmarkt" beleidigt und kauft überhaupt nicht mehr.

Der „glückliche Trader":

Er steigt schön in den Trend ein, und wenn der Kurs steigt, freut er sich über seinen Gewinn und realisiert ihn zufrieden mit dem Gedanken: „Ich bin clever, ich habe gewonnen, jetzt ziehe ich mich kurz zurück und steige dann tiefer wieder ein." Der typische Fehler des glücklichen Traders besteht darin, dass er seine gesamte Goldposition liquidiert, das Geld anlegt und während der Laufzeit genau eine Kursbewegung verpasst. Er hat vielleicht 20 % gewonnen und verpasst einen 30%igen Anstieg, der über einen relativ kurzen Zeitraum stattfindet. Danach kann eine längere Seitwärtsphase folgen, aber der Kurs kehrt nicht unbedingt auf das Ausstiegsniveau zurück.

  • Die gute Nachricht: Aus Panikkkäufern und glücklichen Tradern wird häufig ein umsichtiger Goldanleger.

Wie wird man zum umsichtigen Goldanleger?

Natürlich wird niemand als umsichtiger Goldanleger geboren — man wird es. Zunächst kommt man irgendwie mit der physischen Goldanlage in Berührung, entweder als Panikkkäufer oder als Trader. Dann spürt man, sobald man zum ersten Mal einen physischen Goldbarren oder eine Goldmünze in der Hand hält, dass es hier um etwas ganz anderes geht — um eine jahrtausendealte Faszination der Menschheit — die die Überzeugung begründet: „Hier ist ein physischer Vermögenswert, der seinen Wert in sich trägt, von keinerlei staatlichen oder sonstigen Schuldscheinen abhängig ist, frei übertragbar und leicht vererbbar ist."

Dann beginnt man, über die Geschichte des Goldes, seinen Abbau, die Wissenswertes über Produktion und Vertrieb sowie die liquidesten Goldanlageprodukte zu lesen — und wird vollständig überzeugt, dass diese Anlage sich von allen anderen Anlageinstrumenten unterscheidet und „unbedingt einen Platz in meinem Anlageportfolio" verdient.

Wenn der Anleger schließlich versteht, dass es keinen Sinn macht, in „Papiergold" zu investieren, sondern ausschließlich in physisches Gold — dann ist er zum echten Goldanleger geworden.

Und woher kommt die Umsichtigkeit?

Der Goldanleger kommt schließlich zu der Erkenntnis, dass er stets eine bestimmte Menge physisches Gold im Portfolio halten sollte. Vom „Überschuss" über diesen Basisbestand hinaus lohnt es sich, am Höhepunkt eines Zyklus — also wenn Panik einsetzt — etwas zu verkaufen, und in den Zwischenphasen anzuhäufen, indem ein Teil des Einkommens regelmäßig in physisches Gold investiert wird. So wird man zum umsichtigen Goldanleger.

Der Prozess kann bis zu 8 bis 10 Jahre dauern.

Im nächsten Teil werden wir die hervorragenden Renditen vorstellen, die umsichtige Goldanleger auf dem 20-jährigen ungarischen Goldmarkt erzielt haben.

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