Produkte und Hersteller · Kapitel 9
Wie Goldbarren und Goldmünzen hergestellt werden - Ein Videobeitrag

Erfolgsprodukte der Munze Osterreich: Wiener Philharmoniker Anlagegoldmunze, 250-, 500- und 1000-Gramm-Anlagegoldbarren
Einblicke in die Herstellungsverfahren von Goldbarren, Goldmünzen und Goldplättchen.
Der Herstellungsprozess von Gold- und Silberbarren
Für die Herstellung von Gold- und Silberbarren wird nach Grösse sortiertes Gold- oder Silbergranulat verwendet, das exakt abgewogen wird. Anschliessend befördert ein Roboterarm das Edelmetallgranulat in die Gussformen. Im Durchlauf-Schmelzofen schmilzt das Granulat in den Giesstiegeln und füllt die Gussform aus. Aus der Gussform hebt ein Roboterarm den fertigen und abgekühlten Gold- oder Silberbarren heraus, woraufhin der Barren zur Politur gelangt. Danach werden das Logo des Herstellers, die Gewichtsangaben und weitere Kennzeichnungen auf die Oberseite des Barrens geprägt, und ein rotierender Stempelkopf bringt die Barrennummer auf. Das folgende Video zeigt eine automatisierte Gold- und Silberbarren-Produktionslinie.
Perth Mint, Australien
Das folgende Video wurde im Werk der australischen Perth Mint aufgenommen und zeigt die Herstellung der 100-Gramm-Goldplättchen der Perth Mint. Die Muster werden mittels Hochdruckprägemaschine auf die Oberfläche der halbfertigen 100-Gramm-Goldplättchen aufgebracht. Die Rückseite zeigt attraktive springende Kängurus, während auf die Vorderseite das Logo der Perth Mint geprägt wird. Die in Zertifikate verpackten Goldplättchen der Perth Mint werden in sieben Grössen hergestellt: 5, 10 und 20 Gramm, 1 Unze, 50 und 100 Gramm sowie 10 Unzen.
Argor-Heraeus, Schweiz
Dieses Video wurde im Argor-Heraeus-Werk in Mendrisio in der Südschweiz aufgenommen und zeigt die Herstellung der 100-Gramm-Prägeplättchen. Die Plättchen werden aus Goldblech ausgestanzt und gelangen nach der Gewichtskontrolle in die Verpackung, die zugleich das Zertifikat enthält. Das Video zeigt auch eine kurze Szene aus der Münzherstellung. In die sogenannten Blanks, also die leeren Goldmünzrohlinge, werden die Muster mit Hochdruckmaschinen eingeprägt.
Münze Österreich Prägestätte, Wien
Im Video von CoinWeek wird ausführlich gezeigt, wie die 1-Unzen-Wiener-Philharmoniker-Goldmünze hergestellt wird. Die über 800 Jahre alte Prägestätte befindet sich im Herzen Wiens.
Der Prozess beginnt mit der Herstellung der Münzrohlinge (Blanks). In diesem Raum befinden sich zu einem bestimmten Zeitpunkt Goldwerte von rund 40 Millionen Dollar. "Blank" bedeutet leer, unbearbeitet, also ungeprägt. Die Münzrohlinge werden aus aufgerolltem Goldblech hergestellt. Eine Maschine stanzt die ungeprägten Münzen aus dem Goldblech aus, woraufhin das durchlöcherte Blech eingeschmolzen und erneut zu Blech gewalzt wird, sodass das Restmaterial wiederverwertet wird. Die ausgestanzten, ungeprägten 1-Unzen-Münzen werden gewaschen und so für den nächsten Arbeitsschritt vorbereitet.
Die Herstellung wird im Prägesaal fortgesetzt. In der Aufnahme ist zu sehen, wie ein gebrochener Prägestempel ausgetauscht wird. Bei der Münzherstellung ist es üblich, dass die Stahlstempel aufgrund des hohen Drucks beschädigt werden. In solchen Fällen werden nicht nur das beschädigte Teil, sondern beide Teile des Stempels ausgetauscht. Nach dem Wechsel werden einige Probestücke gefertigt, um zu prüfen, ob der Stempel korrekt eingesetzt wurde. Danach kann die Produktion fortgesetzt werden. Die Präzisionsprägemaschine stellt etwa 1 Stück pro Sekunde her, die geprägten Münzen gleiten auf gerillte Kunststoffschalen. Die Kunststoffschalen werden in den Qualitätskontroll- und Verpackungsraum gebracht. Die Qualitätsprüfer halten Tüllpapier über die Münzen, damit eventuelle Kratzer besser sichtbar werden, und untersuchen zudem jede einzelne Münze mit einer Handlupe. Anschliessend werden die fertigen Münzen mit wenigen Handgriffen in Münztuben gefüllt und diese verschlossen.
